Jahreswechsel: Rückschau und Ausblick

Dr. Volker Rings

"Die wahren Optimisten sind nicht überzeugt, dass alles gutgehen wird. Aber sie sind
überzeugt, dass nicht alles schiefgehen wird.“

Ein wahres Wort von Friedrich Schiller – und ein passendes. Denn auch wenn das alte Jahr uns mit einigen Herausforderungen konfrontiert hat, gab es doch immer wieder auch Anlass zur Hoffnung.

So etwa im Frühjahr, als die neue GOÄ auf dem Ärztetag in Leipzig endgültig verabschiedet wurde. Der BDOÄ, und damit auch wir in Persona, waren auf dem
Ärztetag präsent. Dabei konnten wir einige gute Gespräche mit Abgeordneten der LÄK führen.

Auch auf dem Ärztetag 2026 in Hannover wollen wir wieder präsent sein. Wir würden uns über jeden freiwilligen Helfer freuen! Meldet euch gerne in der Geschäftsstelle dazu. Ein Einsatz vor Ort bringt auch nicht nur die gute Sache, sondern auch euch persönlich weiter.

Da der Ärztetag auch eine neue Struktur der Weiterbildungsordnung und Fortbildungen beschlossen hat, müssen wir unsere Strategie für den Bereich Osteopathie wieder einmal ändern und anpassen. Für diese Prozesse braucht man einen langen Atem und noch mehr Vorlaufzeit, als wir dachten. Wir arbeiten daran und haben bis dahin noch sehr viel zu tun.

Die GOÄ befindet sich nun auf der Bundesebene zur weiteren Prüfung und hoffentlich auch zum Beschluss durch den Bundestag. Es rechnet allerdings niemand mit einem früheren Termin als dem Jahr 2027. Der interne Widerstand gegen die Vergütungsrichtlinien ist unverändert und fachbereichsabhängig.

Aber: Wir werden euch zeitnah über alle wichtigen Schritte informieren! Das haben wir ja in diesem Jahr bereits nach dem Beschluss der GOÄ mit einer gemeinsamen Zoom-Veranstaltung zusammen mit der DAAO getan.

Diese gemeinsame Veranstaltung steht im Übrigen auch symbolhaft für die Beziehungen zu unseren Partnergesellschaften, die wir in diesem Jahr weiter gestärkt haben: So haben DGOM-Lehrerinnen und -Lehrer in der Schweiz für die SAGOM Kurse gehalten oder auch für unsere befreundeten tierärztlichen Verbände in Deutschland und in der Schweiz unterrichtet.

Sehr traurig hingegen ist es, dass sich die DAGOT im Oktober aufgelöst hat. Einige Physiotherapeut*innen haben schon wegen einer Mitgliedschaft in der DGOM angefragt. Sie sind uns herzlich willkommen als außerordentliche Mitglieder, die die aktuellen Informationen über die DGOM bekommen und von vergünstigten Kurskosten profitieren, allerdings kein Stimmrecht auf den MV-Veranstaltungen haben.

Unser eigener Lehrbetrieb hat nach wie vor zahlenmäßige Defizite im Bereich des Grundcurriculums. Wenn wir die absoluten Zahlen betrachten, stellen wir fest, dass die Zahl der teilnehmenden Ärzte aber eigentlich durch die Jahre sehr konstant geblieben ist. Will heißen: Wer einmal dabei ist, bleibt auch dabei!

Die Akquise aber ist nicht einfach. Unsere Kolleg*innen, vor allem die jungen, haben es schwer, ihren Weg durch das Studium und die folgenden Weiter- und Fortbildungen zu finden. In allen Bereichen werden die Richtlinien ständig verändert, hier gekürzt, da verlängert, oft nur schwer nachvollziehbar.

Deshalb bitte ich euch alle: Sprecht Studierende der Medizin und junge Kolleg*innen an! Das Interesse ist groß, aber viele wissen den Weg noch nicht. Helft ihnen bei Ihrer Suche, zeigt ihnen Alternativen und neue Weg auf. Besonders engagierte Dozent*innen bieten auch „Schnupperkurse“ für Studierende und Niedergelassene an, hier steckt noch großes Potenzial – wenn wir alle mithelfen, die Kurse zu bewerben.

Außerdem hat jedes Mitglied unseres Vereins die Möglichkeiten vor Ort entsprechend Vorträge o. ä. zu halten und sich dabei auch der vorhandenen Materialien der DGOM zu bedienen.

Bei dem großen Angebot an Fortbildungen ist die direkte Ansprache sicherlich die beste Werbung – und ihr seid die besten Botschafter!

Dass die Osteopathische Medizin weiterhin relevant und interessant bleibt, zeigt auch unser DGOM-Café mit stetig steigender Zahl der Teilnehmenden.

Trotz aller Herausforderungen schaue ich also optimistisch in die Zukunft, auch weil bei allen Beteiligten ein großes Engagement zu spüren ist. So werden wir es auch schaffen, unsere Erwartungshaltung zu verlassen und an die Gesamtsituation zu adaptieren. Wir brauchen dafür aber nicht nur das bestehende Team, sondern noch viele Personen mehr aus unserer Mitgliedschaft, egal ob Dozent*innen oder nicht, die bereit sind sich auf eine gewisse Zeit hin sich für die DGOM zu engagieren.

Keiner steht dabei alleine da, im Gegenteil, wir unterstützen uns gegenseitig! Alle, die einmal einen Posten übernommen haben, haben danach einen völlig anderen Bezug zu unserer DGOM. Meldet euch gerne bei der Geschäftsstelle mit Anregungen und Ideen, aber auch Fragen oder einfach der Bereitschaft, mit anzupacken.

Für das kommende Jahr wünsche ich euch allen viel Gesundheit, Glück und Erfolg.

Dig on!
Dr. Volker Rings

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Die DGOM gratuliert! Anfang Juli haben zehn Mediziner*innen und 16 Physiotherapeut*innen ihre nagelneuen DGOM-Degrees in Empfang genommen.

Vom 16.-19. Mai findet in Essen der Deutsche Ärztetag statt. Die DGOM ist zusammen mit dem BDOÄ vor Ort!

Ken Lossing zu Gast bei der DGOM! Und eine seltene Gelegenheit für Sie: Für den Kurs "The Cranial Bowl" am kommenden Wochenende (21.-23. April) in Mannheim sind vier Plätze wieder verfügbar! Dieses Wochenende lehrte Lossing "Venous System of the Head, Brain, Spine and Glands". Auf einem Spaziergang zum Kursort hatten wir Gelegenheit, drei Fragen an den Osteopathie-Lehrer aus den USA zu stellen.

Nachdem die Pandemie allmählich in eine Endemie übergegangen ist, hat sich auch die DGOM entschlossen, die Corona-Regelungen anzupassen.

Premiere: Beim ersten Schnupperkurs für Symptome aus dem HNO-Bereich lehrte Dr. Ines Repik zum Brennpunkt Nase.

Die glorreichen Sechs: Am 11. März haben vier Teilnehmerinnen und zwei Teilnehmer in Mannheim ihre brandneuen Degrees in Osteopathischer Geriatrie erhalten.